Ramona Richter

Die Konkurrenz schläft nicht, sie trainiert!

Die Weltmeisterschaft in Peking, die Olympischen Spiele, ein neuer nationaler Rekord in Qatar. Alles schön und gut, aber noch nicht genug! 

Punktlandung in Doha! Beim Diamond-League-Meeting in der Hauptstadt Qatars stellte Gesa eine neue deutsche Bestmarke auf: 9:15,70 Minuten!

Das Diamond-League-Meeting in Doha war ein prima Start. Jetzt geht es nach Shanghai, wo ich am Samstag beim Diamond League Meeting erstmals die 5.000m laufe.

Ready for the next Race in Shanghai! Innerhalb weniger Wochen reist Gesa fast durch die ganze Welt, um ihre Leidenschaft fürs Laufen auf den Prüfstand zu stellen: Morgen zum ersten Mal über die 5.000m.

Das nächste Hindernisrennen wird dann am 26./27. Mai in Eugene stattfinden.

Der Sport begleitet Gesa nicht nur wortwörtlich bei jedem Schritt, sondern auch für ihre sportlichen Ziele nimmt sie viele Wege auf sich. Sei es das Trainingslager in Südafrika, weiter auf die arabische Halbinsel am Persischen Golf, rüber nach Shanghai und schließlich wieder auf die ganz andere Seite in den US-Bundesstaat Oregon. Da kommen nicht nur im Training einige Kilometer zusammen…

Momentaufnahme aus dem Trainingslager in Südafrika, wo Gesa die Weichen für ihren Paukenschlag in Doha stellte.

„Der Sport ist ein Teil von mir und in meinem Alltag halt ständig präsent. Mir fällt es schwer, ganz und gar davon abzuschalten. Dinge, die mir wichtig sind, mache ich mit 100%igem Engagement.“

Es ist ein leidenschaftliches Müssen, was mit dem Sport einhergeht. Denn weil sie es vollen Herzens WILL und klare Ziele verfolgt, MUSS alles perfekt laufen.

„Ich bin ein Kontrollfreak, wenn es um den Sport und mein eigenes Handeln geht.“

Die Konkurrenz schläft nicht, sie trainiert! 

„Das sage ich mir immer wieder, wenn es mir mal schwer fällt, mich aufzuraffen.“

Neben ihrer sportlichen Zielstrebigkeit und ihrem Ehrgeiz, muss es aber auch in ihrem Umfeld stimmig sein.

„Ich bin sehr Harmoniebedürftig!“

Bedeutet aber nicht, dass bei all der Perfektion und Stimmigkeit, nicht auch Mal der Chaos ausbricht.

„Ich bin schon sehr chaotisch, aber finde eigentlich immer einen Ausweg bzw. eine Lösung. Meistens klappt schon alles irgendwie ;-)“

Auch im Hindernislaufen ist das Rennen nicht immer sofort abzusehen.

„Es kann viel passieren! Aber genau das finde ich gerade spannend.“

Das kollidiert vielleicht mit ihrem Kontrollwahn, aber fordert ihren Kampfgeist gleichzeitig extra heraus.

Es ist die Vielseitigkeit, die diese Disziplin auszeichnet

„Neben dem Laufen spielen nämlich auch Kraft und Technik eine Rolle.“

Denn die Hürden und Wassergräben fordern einen abgestimmten Rhythmuswechsel, sodass der „Kontrollfreak“ wieder zum Zuge kommt und den Takt vorgibt!

Denn gerade im Hindernislaufen müssen die vielseitigen Anforderungen perfekt vereinbart und im Wettkampf effizient aufeinander abgestimmt werden.

08.07.2016, Europameisterschaft in Amsterdam 2016, emspor, v.l. Meryem Akda (Tuerkei), Oezlem Kaya (Tuerkei), Gesa Felicitas Krause (Deutschland). Fotocredit: Markus Herkert

Und das meistert Gesa sehr gut! Vor dem Wettkampf bleibt ihrem Trainer meist nichts Weiteres, als ihr die Worte: „Komm gesund ins Ziel!“ mitzugeben.

„Das ist wohl immer noch das Wichtigste im Leben. Gesund sein.“

Im Alltag wechseln Trainer und Schützling aber viel mehr Worte:

„Wir reden viel miteinander und tauschen uns über das Training aus. Mir ist es wichtig, dass mein Coach mit mir zufrieden ist. Demnach mache ich meine Einheiten sehr gewissenhaft.“

Der besagte Rhythmuswechsel ist deshalb auch konsequent im Alltag wiederzufinden:

„Auftakt… Frühstück… TV schauen oder Hausarbeit erledigen… Training… Mittagessen… Erledigungen oder pausieren…Nachmittagsdauerlauf… Abendbrot…Zeit mit meinem Freund verbringen, reden & entspannen… 21:30 – 22:00 schlafen!“

Tag ein, Tag aus. So wie mit der eigenen Leistung, die sich nur schrittweise entwickeln kann.

Und das ergibt in der Summe auch Gesas Erfolgsrezept:

„Beständigkeit. Manche Dinge brauchen Zeit und Geduld.“

Und so kamen über die Zeit unzählige kleine Dinge zusammen, die sie in ihrer sportlichen Karriere erleben konnte und an die sich Gesa nun immer wieder gerne zurück erinnert.

Ein besonderes Erlebnis bzw. Erfolg war dabei die Bronze Medaille bei der WM 2015 in Peking. Und darum geht es ihr auch langfristig:

„Eine Olympia Medaille gewinnen. Am liebsten Gold.“

Dafür drücken wir die alle Daumen und geben an dieser Stelle wie dein Trainer Dir nur eines mit: Gesundheit!

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