Ramona Richter

#rasendgetalkt mit Christoph Kessler

Wenn du dir dein Leben getragen von vier Säulen vorstellst, welche sind diese jeweils?

Familie, Sport, Uni/Arbeit und Freunde.

Was darf bei dir im Alltag nicht fehlen?

Humor und gute Freunde an meiner Seite.

Was stimmt dich glücklich, was regt dich auf?

Glück: Ein Tag mit Freunden, am besten im Trainingslager. 

Aufreger: Arrogante, sich überschätzende Leute.

Deine (heimliche) zweite Leidenschaft?

Ich wollte früher auch immer Basketball spielen, vielleicht werde ich das nach meiner Leichtathletikkarriere noch in einer unteren Liga machen können.

Welche Erfahrung hat dich maßgeblich als Mensch und Sportler geprägt?

Da gibt es viele Sachen. Als Positive: viele Trainingseinheiten mit meiner Trainingsgruppe, Gespräche mit dem Trainer und das Indoor Meeting in Karlsruhe  2017, bei dem ich die Norm für die Hallen-EM gelaufen bin. So konnte ich das erste Mal den Leistungsnachweis für eine internationale Meisterschaft erbringen – und zudem war es halt ein Heimrennen.

Negativ: die Deutschen Meisterschaften in Kassel 2016 (Platz neun mit 1:50,67min auf 800m; Anm.d.Red.). Ich bin damals fast gestürzt und es gab danach noch ewige Diskussionen wegen einer möglichen Disqualifikation des Sturzverursachers. Und der Vorlauf bei der U23 EM (im polnischen Bydgoszcz, wo Christoph es trotz 1:47,31min und der somit fünftschnellsten Zeit in den Vorrunden nicht ins Finale schaffte; Anm.d.Red.).

Was gibt dir der Sport?

Austesten und Verschieben der eigenen Grenzen und der Ausgleich zum restlichen Leben. Am wichtigsten aber Freunde, tolle Erfahrungen und dass man sich auch persönlich weiterentwickelt.

Ein Blick ins Training

Christoph (zweiter von links) und Vereinskollegen der LG Region Karlsruhe.

Über welche Strecke würdest du dich gerne qualifizieren und in Berlin an den Start gehen? Deine Paradestrecke 800m?

Ja genau, auch wenn ich dieses Jahr auch gerne eine schnelle 1500m laufen möchte. (Christophs aktuelle Bestzeit über 1500m liegt bei 3:46,38min gelaufen 2016 in Karlsruhe; Anm.d.Red.)

Worauf kommt es bei dieser Strecke an?

Es geht vor allem darum, schnell Entscheidungen zu treffen – das macht den größten Reiz aus. Das Duell Mann gegen Mann, dass nicht immer der Beste, sondern der Schlauste und der mit dem größten Glück gewinnen kann.

Wie sieht dein spezifisches Training aus? Worauf legst du persönlich Wert?

Ein Mix aus Dauerläufen, langen Tempoläufen, Krafteinheiten, Sprints und natürlich den kurzen Tempoläufen. Persönlich lege ich viel Wert darauf, auf meinen Körper zu hören und das auch mit meinem Trainer zu kommunizieren.

Was bekommst du häufiger von deinem Trainer zu hören?

Das ich nicht so viel rumheulen soll, vor allem bei Athletiktraining oder Einheiten wie 8x1000m.

Welche Einheiten würdest du lieber aus dem Trainingsplan streichen? Welche liegen dir dagegen besonders gut? 

Ich mag lange Dauerläufe nicht so oder eben diese 1000er Programme. Schnelle Tempoläufe oder auch 1500m-Einheiten wie 600-800-500-400m mag ich dagegen sehr.

Was sind deine Schwächen als auch Stärken?

Meine Stärke liegt vor allem im mentalen Bereich. Ich mache mir nie einen zu großen Druck, der gerade auch bei den 800m schon vielen Athleten geschadet hat. Außerdem meine Ausdauerbelastungen. Meine schwäche liegt in der Sprintfähigkeit.

Was motiviert dich?

Die Ziele vor Augen, die schon erreichte Ziele und meine Familie.

Wie wirst du schnell wieder fit? Dein Regenerationstipp?

Wir gehen nach harten Einheiten gerne in die Sauna, außerdem benutze ich auch oft Kompressionswäsche.

Dein persönlich größter Erfolg bislang?

Auch wenn mein persönliches Rennen totaler Mist war, war der Team-EM-Titel in Lille (Frankreich) 2017 mein bislang größter Erfolg.

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