Ramona Richter

#rasendgetalkt mit Marcel Fehr

Wenn du dir dein Leben getragen von vier Säulen vorstellst, welche sind diese jeweils?

Sport, Universität, Familie/Freunde und Hanna.

Was darf bei dir im Alltag nicht fehlen?

Ein Mittagsschlaf und drei leckere Mahlzeiten!

Was stimmt dich glücklich, was regt dich auf?

Eine gute Trainingseinheit macht mich zufrieden und lange Warteschlangen (wo auch immer) regen mich tierisch auf.

Hanna Klein und Marcel Fehr zusammen beim Training auf Ibiza.

Deine (heimliche) zweite Leidenschaft?

Mit einem selbst gebauten Camper um die Welt reisen.

Welche Erfahrung hat dich maßgeblich als Mensch und Sportler geprägt?

Menschlich: Die Erfahrungen, die ich mit meiner Familie, Hanna und meinem besten Freund sammeln durfte. 

Sportlich: Die U18-WM 2009 in Brixen hat dafür gesorgt, dass ich „mehr davon“ wollte.

Was gibt dir der Sport?

Einen Ausgleich, ein Ziel, tolle Bekanntschaften, spannende Reisen, ab und zu ein „Runners High“ und immer wieder die Möglichkeit, meine Grenzen auszutesten.

#rasendnachberlin – hoffentlich auch für Marcel Fehr und seiner Freundin Hanna Klein.

Wo liegt deine gesunde Mitte?

Gute Frage…Ich verlege öfters mal Dinge und finde sie nicht gleich wieder!

Ein Blick ins Training

Worauf kommt es bei deiner Disziplin an?

1500m:  Taktisches Gefühl und ein guter Kick auf den letzten 300-500 Metern.

5000m:  Eine entsprechende Portion Ausdauer und eine ausgeprägte Leidenschaft, sich auch über mehrere Runden durchzuquälen, wenn es mal zäh wird.

Wie sieht dein spezifisches Training aus? Worauf legst du persönlich Wert?

Mein Trainer und ich verfolgen ein sehr vielseitiges Training und legen Wert darauf, dass jede Einheit Sinn macht. Ich lege Wert darauf, leere Kilometer zu vermeiden und mich in vielen Bereichen (Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit, Taktik etc.) zu verbessern.

Was bekommst du häufiger von deinem Trainer zu hören?

„Marcel, das sieht sch*** aus – nochmal!“

„Kann irgendjemand die Übung vormachen? – Nein, Marcel du lieber nicht…“

„Hast du dich wieder nicht rasiert? Das sind wertvolle Zehntel im Wettkampf.“

Welche Einheiten würdest du lieber aus dem Trainingsplan streichen? Welche liegen dir dagegen besonders gut?

Ich liebe schnelle Intervalle und verabscheue lange Tempodauerläufe.

Was sind deine Schwächen als auch Stärken?

Stärken: Ich kann im Wettkampf Leistungen abrufen, die sich manchmal im Training gar nicht abgezeichnet haben. Mir machen vor allem taktische Rennen Spaß. 

Schwächen: Ich habe schon mit vielen Verletzungen zu kämpfen gehabt und muss gut auf meinen Körper achten.

Was motiviert dich?

Meine Trainingsgruppe in Schorndorf, das „Runners-High“ und das Gefühl, das noch viel mehr in mir steckt.

Wie wirst du schnell wieder fit? Dein Regenerationstipp?

Konzentriertes Alternativtraining, Geduld und sich auch darüber bewusst werden, dass es neben und auch nach dem Sport noch ganz viele andere wichtige Dinge im Leben gibt. Bei Verletzungen ist es vor allem auch wichtig, zu hinterfragen, warum sie entstanden sind und daraus für die Zukunft zu lernen.

Dein persönlich größter Erfolg bislang?

Der 6. Platz bei der U20 WM in Kanada und der Team Europameistertitel im letzten Jahr.

Marcel Fehr im EM-Interview

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