Ramona Richter

#rasendgetalkt mit Diana Sujew

Wenn du dir dein Leben getragen von vier Säulen vorstellst, welche sind diese jeweils?

Familie, Liebe, Freundschaft, Gesundheit

Was darf bei dir im Alltag nicht fehlen?

Kaffee!

Was stimmt dich glücklich, was regt dich auf?

Mich regt Unzuverlässigkeit und Verlogenheit auf. Glücklich stimmen mich soziale Aktionen und wenn Menschen einfach mit einem Lächeln durch die Straße laufen, egal zu welcher Uhrzeit oder Wetter.

Diana (ganz links) neben ihrer Zwillingsschwester Elina und zwei guten Freunden: „Einfach chillen, was ich auch gerne mache!“

Welche Erfahrung hat dich maßgeblich als Mensch und Sportler geprägt?

Man darf nicht den Glauben an sich selbst verlieren und nie aufhören, zu kämpfen und an sich zu arbeiten. Denn diese Arbeit zahlt sich irgendwann aus. Also nie aufgeben und immer nach vorne schauen. Erst aus Niederlagen lernt man und kann so nur stärker werden.

Was gibt dir der Sport?

Der Sport gibt mir eine gewisse Ausgeglichenheit. Er führt mich auch an mentale Grenzen, die ich vielleicht sonst woanders nie erreichen würde.

Deine (heimliche) zweite Leidenschaft?

Backen 🙂

Wo liegt deine gesunde Mitte?

Meine gesunde Mitte liegt nach getaner Abend abends auf der Couch!

Ein Blick ins Training

Worauf kommt es bei 1500m an?

Bei der 1500m kommen so viele Komponenten zusammen. Das macht es so spannend. Man braucht eine gute Ausdauer, Schnelligkeit, Laktatverträglichkeit, Taktik, den Schritt, den Kopf, die Kraft…

Diana Sujew beim Longrun mit der Marathonläuferin Katharina Heinig.

Wie sieht dein spezifisches Training aus? Worauf legst du persönlich Wert?

Ich trainiere nach dem Plan von Georg Schmidt – da vertraue ich ihm voll und ganz. Er legt viel Wert auf Motorik, Kraft und gute Tempoläufe. Aber er weiß auch, dass ich die Ausdauer brauche. Wie schon erwähnt, gehört zu einer 1500m so viel und deshalb kann man sich leider nicht nur auf eine Sache spezialisieren. Aber ich persönlich lege viel Wert auf eine gute Ausdauer und gute Bahnarbeit.

Was bekommst du häufiger von deinem Trainer zu hören?

„Fußspitzen anziehen“ ist so sein Lieblingssatz in Bezug auf mich und „locker und entspannt laufen“.

Welche Einheiten würdest du lieber aus dem Trainingsplan streichen? Welche liegen dir dagegen besonders gut?

Ich liebe Berganläufe, auch wenn die immer hart sind. Ich glaube, ich schlage auf Kraft gut an und bin glaube ich nicht ganz so schlecht bei Kraftausdauereinheiten. Streichen würde ich eigentlich nichts. Auch wenn ich vielleicht Sprinttraining nicht abgöttisch liebe, gehört es eben dazu.

Was sind deine Schwächen als auch Stärken?

Meine Schwäche ist oft meine Ungeduld in Rennen.

Wenn ich fit bin und gut trainiert habe, zählt die Tempohärte zu meinen Stärken. Ich bin auch belastungsverträglich, was es mir leichter macht, ein vierwöchiges Trainingslager gut zu überstehen.

Was motiviert dich?

Mich motiviert immer der eigene Fortschritt. Wenn es Woche zu Woche besser, leichter, schneller geht. Man wird mit dem Resultat des Trainingszustand konfrontiert und belohnt. Deshalb liebe ich diesen Sport. Aber natürlich kann es nicht immer nur bergauf gehen. Man ist schließlich keine Maschine.

Auch bei regelmäßigen Ausbildungstagen in Rahmen ihrer Bundeswehrausbildung trotzt Diana der Strenge und Härte stets mit ihrer Menschlichkeit.

Wie wirst du schnell wieder fit? Dein Regenerationstipp?

Ich schlafe viel. Ich glaube das macht mich schnell wieder fit 😉

Dein persönlich größter Erfolg bislang?

Mein persönlich größter Erfolg war jetzt die nachträgliche Silbermedaille von der EM 2012 über die 1500m (im Rahmen der Deutschen Hallenmeisterschaften in Dortmund am 17./18. Februar 2018; Anm.d.Red.).

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