Ramona Richter

#rasendgetalkt mit Denise Krebs

Wenn du dir dein Leben getragen von vier Säulen vorstellst, welche sind diese jeweils?

Meine Familie – Mein Umfeld – Meine Träume – Meine Arbeit (Journalistin; Anm.d.Red.)

Was darf bei dir im Alltag nicht fehlen?

Gute Laune und Spaß.

Was stimmt dich glücklich, was regt dich auf?

Glücklich machen mich: Tolle, lustige und magische Momente mit meinen Freunden verbringen zu dürfen, denn diese haben wir einfach nicht so oft. Und ich kann mich über unsinnige, lange Diskussionen und Streit generell aufregen.

Deine (heimliche) zweite Leidenschaft?

SINGEN und TANZEN

Welche Erfahrung hat dich maßgeblich als Mensch und Sportler geprägt?

Manchmal verlierst du im Leben. Egal mit welcher Perfektion du gekämpft hast.

Was gibt dir der Sport?

Zufriedenheit, großartige Bekanntschaften und tolle Reisen.

Denise Krebs (hinten) neben Konstanze Klosterhalfen im Trainingslager in St. Moritz.

Wo liegt deine gesunde Mitte?

In Heilbronn-Biberach.

Ein Blick ins Training

Überraschend sehen wir Denise bei der Leichtathletik EM in Berlin über 5.000m, für die sie erst vor Kurzem vom Deutschen Leichtathletik Verband (DJV) nominiert worden ist. Eigentlich kennen wir die 29-Jährige nämlich von den kürzen Strecken – speziell den 1.500m. Wie denkt Denise darüber und welche Vor- oder Nachteile kann das haben?

Die 5.000 Meter kenne ich quasi ja noch gar nicht. Ein Vorteil wäre zum Beispiel meine Spurtqualitäten, die ich von der Mittelstrecke mitbringe. Aber es kann auch taktische Nachteile mit sich bringen, da mir aufgrund der fehlenden Erfahrung auf der Strecke Renntaktiken noch fremd sind – also wann wird solch ein Rennen richtig schwer? Wie laufen Meisterschaftsrennen ab usw. Aber in jedem Fall fühle ich mich geehrte, die Nationalfarben vertreten dürfte.

Wie sieht dein spezifisches Training aus? Worauf legst du persönlich Wert?

Mein Trainer Sebastian Weiß schreibt meine Trainingspläne und bespricht diese sorgfältig mit mir. Er holt sich gerne meine Meinung ein – das finde ich gut und wichtig. Ich hatte in den letzten Jahren so einige Verletzungen, da dürfen Kräftigungsübungen für den Rücken und für die Füße einfach nicht fehlen. Besonderen Wert lege ich auch auf meine Trainingsgruppe in Leverkusen. In der Gruppe macht das Training einfach viel Spaß.

Was bekommst du häufiger von deinem Trainer zu hören?

„Denise, du kannst einen Dauerlauf auch ruhig mal etwas ruhiger machen!“

Welche Einheiten würdest du lieber aus dem Trainingsplan streichen? Welche liegen dir dagegen besonders gut?

Ich würde tatsächlich gerne manchmal Dauerläufe streichen und so etwas wie eine 1.200m im Renntempo. Ich liebe dagegen Tempoeinheiten, wie 300m-Läufe und Sprinteinheiten, wie beispielsweise 150er in Spikes.

Was sind deine Schwächen als auch Stärken?

Schwächen: Ich bin sehr ungeduldig. Wenn ich etwas angehe, dann soll es bitte klappen und das am besten schnell.

Stärken: Aufgeben liegt mir nicht. Und ich versuche aus negativen Situationen das Beste zu machen. Ich habe Ausdauer.

Was motiviert dich?

Meine Träume.

Wie wirst du schnell wieder fit? Dein Regenerationstipp?

Gute Musik, eine heiße Wanne und eine Schokomilch dazu – fertig.

Dein persönlich größter Erfolg bislang?

Es sind eigentlich zwei „größte Erfolge“, doch gefeiert habe ich diese nie. Ich bin mittlerweile EM-Finalistin von Helsinki 2012 (über 1.500m; Anm.d.Red). Doch das Finale habe ich nie bestritten – Gründe waren Dopingfälle bei den Konkurrentinnen. Genauso der zweite Erfolg: Mittlerweile bin ich von Platz fünf auf Platz zwei (über 1.500m; Anm.d.Red) bei der Universiade 2011 vorgerückt (Anm.d.Red. hier geht es zu einem Beitrag in der FAZ). 

Aber ich hatte so viele tolle Erlebnisse und solche großartigen Momente. Ich wurde Team-Europameisterin mit der Nationalmannschaft und das obwohl ich selbst nur zwei Punkte zum Erfolg beisteuern konnte.

Ich glaube international war vielleicht mein größter Erfolg, der Einzelsieg beim Hallen-Länderkampf in Glasgow 2012. Als ich dann anschließend mit der Deutschlandfahne eine Ehrenrunde drehen durfte, war das schon sehr, sehr besonders und ein Gänsehautmoment dazu.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.