Ramona Richter

Tübinger Soundtrack – die nächste Gelegenheit für Berlin!

Über 110m Hindernis (EM-Norm 13:10sek) trifft Lokalmatador und Olympionike Gregor Traber (LAV Stadtwerke Tübingen) auf den frisch gebackenen Vater Erik Balnuweit (TV Wattenscheid 01) und Matthias Bühler (LG Eintracht Frankfurt).

Hallen DM in Dortmund 2018 – Erik Balnuweit wird Deutscher Meister über 60m Hürden

Ein weiteres Trio gibt es auf den 1500m zu sehen. Hier messen sich Hanna Klein (SG Schorndorf) – die sich die Norm über 5.000m (15:40,00min) bei der 3. Langen Laufnacht in Karlsruhe sichern konnte und nun auch auf ihrer Paradestrecke die fehlenden Zehntel angreifen möchte -, Hindernis-Europameisterin Gesa Felicitas Krause (Silvesterlauf Trier) – die ebenfalls schon eine Norm sicher hat, nämlich mit ihren 9:39,52 Minuten vom Diamond League Meeting in Rom die über 3.000m Hindernis – und Diana Sujew (LG Eintracht Frankurt) – die als einzige der Dreien die 1500m bereits unter den geforderten 04:09,00min laufen konnte.

Diana: „Ich freue mich sehr auf das Rennen, weil ich ohne Druck rangehen kann! Also ohne Druck meine ich, dass ich nicht ständig die Norm im Hinterkopf haben werde.. natürlich erhoffe ich mir auch eine schnelle Zeit. Ich glaube das Rennen in Chrozow war gut , aber mit der sehr schnellen ersten Runde vielleicht ein Tick zuuu schnell . Also wenn alles optimal läuft und ich auch einen guten Tag erwische, denke ich, dass eine PB drin ist! Ich habe mich die Woche sehr gut gefühlt.“

Für Christina Hering (LG Stadtwerke München) geht es ebenfalls um noch fehlende Zehntel, damit die EM-Norm (2:01,50 min) über 800m fällt.

Sabrina Mockenhaupt, die sich immer wieder im Race-Geschehen zurückmeldet, ist heute über 5.000m am Start, nachdem sich die 37-Jährige bereits auf doppelter Streckenlänge in 32:38,22min die EM-Norm sichern konnte.

Hier trifft heute auf Elena Burkard (LG farbtex Nordschwarzwald), die sich derzeit lieber zusätzlich Hindernisse auf die Bahn stellt und sich hier über 3.000m Hindernis in Montbéliard (Frankreich) eindrucksvoll in 9:36,93 Minuten für Berlin beweisen konnte und sich die Norm sicherte.

Elena: „Ich freue mich endlich mal wieder bei einem 5000m Rennen am Start stehen zu können. Das war ja eigentlich immer meine absolute Lieblingsdistanz. Durch meine vielen Verletzungen konnte ich lange keine 5000m mehr laufen, und jage daher immer noch die magische 16 Minuten Marke. Ich hoffe sehr, dass die morgen unterboten wird. Im Training läuft es gut, aber was wirklich über die längere Distanz geht, kann ich schlecht einschätzen. Ich will mich morgen nicht an Zeiten festklammern, sondern versuchen, locker mitzulaufen. Das Feld sieht ja echt gut aus. Nachdem ich mich jetzt im Lager der Hindernis-Läuferinnen unbeliebt gemacht habe (ist halt doch nicht Amerika hier…) bin ich gespannt, wie ich bei 12,5 Runden ohne Hindernisse meinen Rhythmus finde.“

10.000 Meter-Europacup-Sieger Richard Ringer (LC VfB Friedrichshafen) wird in Tübingen dieselbe Strecke in Angriff nehmen. Mit seiner Siegerzeit von 27:36,52 Minuten konnte sich der 29-Jährige nicht nur eindrucksstark die EM-Norm (28:55,00min) sichern, sondern sich auch den vierten Platz in der ewigen deutschen Bestenliste.

Richard: „Ich fühle mich wieder wohl, letzte Woche hatte ich einfach müde Beine vom vielen Training nach dem 10er in London. Das müsste ich jetzt rausgeschüttelt haben. Bin positiv gestimmt, dass ich heute in Tübingen vorne mitgehen kann und unter 13:20min laufen werde. Damit denke ich, kann ich eine gute Platzierung erlaufen. Ich will um den Sieg mitlaufen, ob es reicht, das werden wir sehen. Damit sollte es dann reichen mit der direkten Qualifikation für die Europameisterschaften. Es wird auf jeden Fall sehr interessant, wie sich die anderen Deutschen (Marcel Fehr und Clemens Bleistein sowie Florian Orth schlagen). Es ist auch ein kleines deutsches Duell. Finde es gut, dass wir alle in Tübingen laufen, damit die Bundestrainer auch einen direkten Vergleich haben, um für Berlin dann auch nominieren zu können. Hoffe, dass wir vier die Quali schaffen, dann wird es ein heißer Kampf in Nürnberg (Deutsche Meisterschaften am 21./22. Juli; Anm.d.Red.) um die Tickets. Konkurrenz belebt das Geschäft und bringt auch mich weiter nach vorne.“

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