Ramona Richter

#rasendgetalkt mit Anna Gehring

 

Wenn du dir dein Leben getragen von vier Säulen vorstellst, welche sind diese jeweils?

  1. Familie und Freunde
  2. Studium
  3. Lebensfreude
  4. Achtsamkeit

Was darf bei dir im Alltag nicht fehlen?

Kaffee und nette Menschen an meiner Seite.

Was stimmt dich glücklich, was regt dich auf?

Nach einer guten Trainingseinheit gemeinsam barfuß auf dem Rasen auslaufen, macht mich glücklich. Unfreundlichkeit und Egoismus regen mich auf.

Deine (heimliche) zweite Leidenschaft?

Reisen, Zeit mit meiner Familie und Freunden verbringen.

Anna (zweite von links) gemeinsam mit ihren Geschwistern.

Welche Erfahrung hat dich maßgeblich als Mensch und Sportler geprägt?

Wie wichtig es ist, auf den eigenen Körper zu hören und das „Chillen“ auch mal ganz gut tut 😉

Was gibt dir der Sport?

  1. Ausgeglichenheit
  2. Meine geniale Trainingsgruppe in Köln und damit eine Art Ersatzfamilie
  3. Körpergefühl
  4. Freundschaften
  5. Mentale Stärke
  6. Glücksgefühle
  7. Reisen in andere Länder
  8. Und noch viel mehr, aber das würde diese Antwort endgültig sprängen 😉

Wo liegt deine gesunde Mitte?

Ich brauche Abwechslung in meinem Alltag. Ich glaube nicht, dass ich glücklich und zufrieden wäre, wenn ich mich voll auf den Sport konzentrieren würde. Deshalb liegt meine gesunde Mitte irgendwo zwischen Uni, Training und dazwischen auch mal entspannter Zeit mit Freunden und Familie.

Anna: „Auch außerhalb des Trainings haben wir in der Trainingsgruppe immer Spaß und verbringen viel Zeit gemeinsam.“

Ein Blick ins Training

Du hast die EM-Norm über 10.000m in Regensburg abgehakt – was für emotionale Wochen liegen hinter dir und mit welchen Empfindungen schaust du jetzt auf die nächsten?

Meine Saison 2018 ist etwas holprig gestartet. Zwischendurch habe ich schon nicht mehr daran geglaubt, in Berlin an der Startlinie zu stehen. Deshalb war die Freude umso größer, als ich in Regensburg dann doch die Norm gelaufen bin.

Was bedeutet dir der Start bei einer Heim-EM? 

Unglaublich viel! Es ist gleichzeitig mein erster internationaler Start bei den Erwachsenen und dann auch noch vor heimischem Publikum. Ich war 2014 bei der Team-EM in Braunschweig als Zuschauerin im Stadion. Damals haben fast alle deutsche Läufer ihre Rennen auf der Zielgeraden gewonnen, weil die Zuschauer sie so getragen haben. Seitdem träume ich davon, auch einmal vor solch einer Kulisse laufen zu dürfen (am Mittwoch, 08. August um 20:45 Uhr ist es soweit, dann steigt das 10.000m Rennen der Frauen im Olympiastadion; Anm.d.dRed.).

Wie sieht dein spezifisches Training aus? Worauf legst du persönlich Wert?

Im Wettkampf ist es bei den längeren Strecken entscheidend, dass man trotz des Tempos noch einen lockeren, ökonomischen Schritt laufen kann. Das trainieren wir ganz gezielt.

Was bekommst du häufiger von deinem Trainer zu hören?

„Es muss rollen.“

Auf dem Rad aber nur zu ihrer damaligen Triathlon-Zeit.

Welche Einheiten würdest du lieber aus dem Trainingsplan streichen? Welche liegen dir dagegen besonders gut? 

Als Triathletin habe ich das Schwimmtraining gehasst. Das hat sich in der Zwischenzeit nicht wirklich geändert. Wenn ich in der Woche nach einem 10.000m Rennen mal ein paar Einheiten im Wasser machen muss, muss ich mich jedes Mal überwinden, ins kalte Wasser zu hüpfen.

Am liebsten laufe ich Tempoprogramme, wenn ich diese mit ein paar Trainingspartnern (bei uns meistens -innen ;-)) zusammen laufen kann. Das kommt nicht so häufig vor, weil in Köln sonst hauptsächlich Mittelstrecklerinnen trainieren. Ich finde, dass harte Trainingsprogramme gemeinsam viel einfacher zu laufen sind, weil man sich gegenseitig motivieren und sich in der Tempoarbeit abwechseln kann.

Was sind deine Schwächen als auch Stärken?

Schwächen: Verletzungsanfälligkeit und ich kann im Training überhaupt nicht das abliefern, was dann im Wettkampf meistens rauskommt (kann man auch als Stärke sehen… ;-))

Stärken: Inzwischen habe ich ein ganz gutes Gefühl dafür, wann es noch sinnvoll ist, eine Einheit durchzuziehen und wann mein Körper auch mal Pause braucht. Und meine gute Laune nicht zu vergessen.

Was motiviert dich?

Gute Stimmung, schnelle Trainingspartner, gutes Wetter.

Wie wirst du schnell wieder fit? Dein Regenerationstipp?

Auch mal langsam laufen und ausreichend viel schlafen.

Anna: „Ein weiterer Regenerations-Tipp: Im Sommer zu Hause mit dem Trecker übers Blaubeerfeld fahren und mindestens 6kg Blaubeeren pflücken – davon wandert natürlich mindestens dieselbe Menge direkt in den Mund!“

Dein persönlich größter Erfolg bislang?

Vize-Europameisterin im Cross in der U23 (2016 im Einzel und in der Teamwertung sowie 2017 erneut mit dem Team; Anm.d.Red.) und natürlich die Qualifikation für Berlin.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.