Ramona Richter

#IchSeheWas_WasIchNichtSah

Es sind alles Momentaufnahmen, die wir uns jetzt immer wieder ansehen. Neue und alte. Wiederkehrende.Angefangen damit, dass täglich, eigentlich stündlich etwas Neues passiert. Neue Meldungen (meist Corona betreffend) kreisen durch die Presse und damit auch neue Empfehlungen oder feste Beschlüsse. Und diese resultieren aus einem unaufhörlichen Abwägen von all diesen Momenten, die wir jetzt in unserem Alltag sammeln. Sie basieren auf den Erfahrungen, die wir in diesen Tagen machen und den Erkenntnissen, die wir daraus ziehen.

Genauso die vielen alten Momente, die wir so bislang gar nicht richtig wahrgenommen haben. Dinge, die wir erst jetzt sehen, obwohl sie schon immer da waren – nur eben aus einem anderen Blickwinkel.

Wir puzzlen alte Bilder neu zusammen

Dinge gewinnen an Bedeutung, unsere Prioritäten verlagern sich und unsere To-Do-Listen werden kürzer. Nicht, weil wir weniger zu tun haben, sondern weil wir uns auf das Wesentliche beschränken und lernen, uns mit Weniger zufrieden zu geben. Dass dieses Weniger auch schon gut so ist, wie es ist und nicht immer noch etwas drauf kommen muss, bis wir uns damit zufrieden geben KÖNNEN. 
Um die Dinge anders zu begreifen, braucht man Zeit. Und vielleicht wurde uns jetzt diese Zeit dafür gegeben. Um herauszufinden, was uns wirklich wichtig ist und womit wir uns beschäftigen WOLLEN und für was wir unsere Zeit SINNVOLL investieren. Momente also, die uns glücklich stimmen und persönlich weiterbringen. Wir puzzeln unsere Prioritäten gerade neu zusammen und entdecken dabei möglicherweise auch, dass wir eines dieser Puzzleteile sind und nicht nur der-oder diejenige, der/die diese Puzzleteile zusammenfügt.

Ein #NockDown, mein #reseten

Jeder muss sich derzeit mit Einschränkungen arrangieren, aber das hilft uns, um sich zu fokussieren und vielleicht auch neu auszurichten. Dafür bleibt uns im Grunde alles, was wir brauchen: Mehr Ich-Zeit. Und dabei erkennen wir vielleicht auch, dass uns weiterhin eigentlich zu einem großen Teil das Wichtigste und Wesentlichste erhalten geblieben ist – trotz dieser Ein- oder Beschränkungen. Oder uns wird bewusst, dass genau das, was uns eigentlich wichtig ist, zu kurz kam – aber für diese „Beschränkungen“ waren wir da noch selber verantwortlich/selber Schuld.

Wir machen die Dinge oft nur halbherzig, am besten gleichzeitig und denken schon an Morgen. So viele Möglichkeiten, ein so, nein zu großes Angebot und dabei kommt das, was wir wirklich wollen oder das, was wir wirklich brauchen, nicht immer bei raus. Because #overloaded und Reiz-überflutet. Also besser kurz einmal die Augen zu machen und durchatmen. Dann wieder die Augen öffnen und je nach Moment mehr mit dem Kopf oder mit dem Herzen entscheiden. Unsere Antennen richtig lenken und gleichzeitig auch häufiger mal nur auf uns selbst.


Was macht unser eigenes Leben wirklich lebenswert und was verhilft anderen, das ihr Leben lebenswert bleibt oder lebenswerter wird? Für ein faires Miteinander, bei dem Du auch mit Dir selber fair bleibst.  

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