Ramona Richter

Alle guten Dinge sind drei

Die Zahl Drei besetzt an diesem Wochenende gleich mehrere Hauptrollen. Nicht nur beim ALLGÄU TRIATHLON am heutigen Sonntag (18. August), wo sich die drei uns bekannten Ausdauerdisziplinen #swimbikerun abwechseln. Sondern auch, weil die drei #crazyrunningchicken hier gemeinsam an den Start gehen wollten.

Der achtsame Leser hat das T in der Vergangenheitsform des Verbs WOLLEN vermutlich nicht überlesen und fragt sich jetzt wahrscheinlich, was es da zu suchen bzw. zu bedeuten hat… Wollen die drei nun doch nicht mehr oder wurde aus dem Trio zwangsläufig jemand gestrichen?

Leider ist letzteres der Fall, aber dem wollen wir heute nur eine Nebenrolle zuweisen. Denn obwohl die Dritte im Bunde – alias die rasende Reporterin – leider nicht an der Seite ihrer beiden Chicken – Katharina Nüser und Tabea Themann – an den Start gehen und so von mittendrin berichten kann, steht der geplanten Story nichts im Wege.

Trotzdem hat die Geschichte jetzt einen ironischen Beigeschmack, denn eine Verletzung, die mich zwangsläufig absagen ließ, führte bei den beiden überhaupt erst zur Anmeldung.

Die #crazyrunningchicken haben eingecheckt! Fotocredit: privat

Kleiner #throwback

Sowohl Katharina als auch Tabea wurden im Frühjahr durch eine Verletzung ausgebremst – bei Katharina war es eine Stressfraktur des Fersenbeins und bei Tabea eine Stressfraktur des Kreuzbeins. Laufen war damit erst einmal gestrichen und so mussten sich die beiden zwangsläufig im Schwimmen und auf dem Rad austoben. Nicht verwunderlich also, dass die sportliche Kombi, die wir aus dem Triathlon kennen, immer weiter ins Bewusstsein rückte.

Damit war auch endlich ein neues Ziel definiert, nachdem alle bis dato geplanten Laufwettkämpfe erst einmal gestrichen werden mussten. Aber genau jenes Ziel – beim Allgäu Triathlon auf der Olympischen Distanz (1,5km Schwimmen, 40km Radfahren und 10km Laufen) an den Start zu gehen – motivierte die beiden und gab ihnen neuen Antrieb.

#BackintheGame

Katharina (links) und Tabea haben ihre Startunterlagen gesichert und sind bereit, um in den Alpensee (gleich hinter ihnen liegend) reinzuspringen und damit die erste Etappe des Allgäu Triathlons abzuklappern. Fotocredit: privat

So wurde der heutige Triathlon zum neuen Tag X, auch wenn die beiden es weniger als Wettkampf sahen, sondern viel mehr als das souveräne Ende eines nervenaufreibenden und laufhungrigen Verharrens.

Wer den Leistungssport aber leibt und lebt, für den hat das Motto „Dabei sein ist alles!“ immer noch einen Nebensatz, der da lautet: „…was aber nicht heißt, nicht auch sein Bestes zu geben.“

Und dafür haben die beiden trainiert! Etliche Kilometer wurden auf dem Rad abgesessen, bei einem Schwimmkurs wurde an den Kraul-Skills gefeilt und der Freitag stand ganz im Zeichen der muskuläre Zerstörung alias Krafttraining.

... Einer fehlt noch

#allegutenDingesinddrei – die rasende Reporterin zieht verletzungstechnisch nach. Fotocredit: privat

… oder besser: da müssen wir wohl alle durch. Denn nachdem die beiden endlich auch wieder die ersten Laufschritte setzen konnten und die Vorbereitung auf den Tag X somit Fahrt aufnahm, schlich sich meine Verletzung an. Und die offizielle Diagnose dazu – wie sollte es auch anders sein – Stressfraktur (Bruch des dritten Mittelfußknochens).

Obwohl ich jahrelang zum Glück mit Verletzungen verschont geblieben war, hatte ich es dieses Mal mit meinen neuen Barfußschuhen einfach übertrieben.

Knapp sechs Wochen hatte ich mich fast täglich in knackigen Intervalleinheiten auf ein bestimmtes Event vorbereitet und meine zarten Füßen damit ziemlich penetriert. Zwar bin ich nicht nur gelaufen, aber innerhalb der Trainingseinheiten immer mal wieder gesteigerte 2km auf dem Laufband gerannt und das war in der Summe dann einfach zu viel und ich einfach zu gutgläubig.

Weniger ist manchmal mehr

… was leistungsorientierte Sportler im Eifer des Gefechts gerne mal vergessen. Denn während wir eisern auf ein Ziel hinarbeiten und das Beste aus der verfügbaren Zeit machen wollen, ist es oft einfach zu viel des Guten. Und manchmal braucht man dann einfach diesen frustrierenden Konter seitens des Körpers, um wieder MIT anstatt GEGEN ihn zu arbeiten.

Nun wisst ihr also, welcher ironische Unterton bei diesen Zeilen mitschwingt. Denn während ich die verletzungsbedingte Zwangspause meiner beiden Chicken bzw. die daraus resultierende Triathlon-Premiere mit einer Story den Deckel aufsetzen und sie in den Allgäu begleiten wollte, hat es mich letzten Endes gleichermaßen erwischt: alle guten Dinge sind nun mal drei.

Finish!

Ja wohl! Die Zwangspause meiner beiden #crazyrunningchicken hat heute offiziell geendet, denn sie sind stolze Finisher ihres ersten Triathlons! Meinen Glückwunsch!

Glückwunsch an die #crazyrunningchicken -> Hier geht’s zu den Ergebnissen!

Ihr könnt sehr stolz auf euch sein, denn ihr habt wirklich das Beste aus der Situation gemacht und am Ende mehr gewonnen als zu Beginn der Verletzungspause vermeintlich verloren. Denn ihr habt gelernt, achtsam und geduldig zu bleiben. Ihr habt euch durch die alternativen Trainingsmöglichkeiten physisch gerüstet und euch damit auch langfristig eine effektive Ergänzung zum Lauftraining geschaffen. Und zu guter letzt hat euch die gemeinsame Challenge wortwörtlich zusammengeschweißt!

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